Olivenöl, Oliven in einer Schale, firsch gebackenes Brot

Presse

Quelle: FAZ - 20. Juni 2010:

Geschmacksache: Aus der Lombardei

Geschmacksache: Aus der Lombardei



Quelle: www.sternenfresser.de - 2005:

Il Cavatappi, Dreieich

Presseartikel aus dem Stern

Bekanntermaßen hat die deutsche Küchentradition ja leider nur äußerst kurze Wurzeln, so dass die Einflüsse unserer gastronomischen Genüsse zwangsläufig von fremden Kulturen geprägt sind. Neben französischen Einflüssen, die vor allem in der Spitzengastronomie dominieren, ist die italienische Kochkunst sicherlich eine derer, die wir in Deutschland kennen und lieben.

Aber wie immer im Leben gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und so findet sich der überwiegende Bereich dieser Gastronomen im soliden bis unteren Feld der Angebote und überzeugt wahrlich nicht durch Glanzleistungen, sondern beispielsweise durch wahlloses Überbacken von Pasta mit Käse. Warum ist das so? Köche und Gastronomen versuchen der großen Masse der Verbraucher entgegen zu kommen und „deutschen“ die entsprechenden Gerichte ein – es entsteht eine undefinierbare und auch gefährliche Mixtur, die in der Beliebigkeit versinkt.

Leider haben nur wenige Landsleute ausreichend Mut aber auch Geschäftssinn, konsequent den Weg der ‚Regionalisierung’ zu gehen: Spezialitäten aus den vielfältigen Küchen in hoher Qualität anbieten. Meist stellt sich diese Ausrichtung schwieriger dar als gedacht, für den Konsumenten jedoch gestaltet sie sich umso genussvoller. Eine Familie, die diesen Weg zwischen der Lombardei und dem hessischen Dreieichenhain konsequent beschreitet, sind Esther und Sereno Passerini aus dem „Il Cavatappi“.

Presseartikel aus dem Stern
Esther Passerini führt die überschaubare Küchenbrigade an

Das Lokal, das von außen noch den Anmutungen eines typischen Italieners gerecht wird, ist innen liebe- und stilvoll eingerichtet und schafft vom ersten Moment an eine warme Atmosphäre. Sereno Passerini, der für den Service und die Weinauswahl verantwortlich zeichnet, setzt hier mit seiner herzlichen und liebevollen Art auf die ersten Eindrücke auf. Mit diesen Wesenseigenschaften konnte er wohl auch seine Frau Esther, eine geboren Deutsche, von den Vorzügen seiner Heimat Lombardei überzeugen, die sie seitdem konsequent in der Küche ein- und umsetzt.

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Gastgeber mit ganzem Herzen: Sereno Passerini

Beide servierten uns an diesem Abend ein wunderbares 5-Gang-Menü, das uns in mit jedem Bestandteil auf Neue überzeugte: Liebe und Herzblut schaffen in der Gastronomie wahre Qualität!

Bereits das Amuse bouche, ein Spargeltörtchen mit Schinken, überzeugte durch krosse, herzhafte Zubereitung bei saftigen Geschmacksaromen. Ein klassisches Indiz für frische Zutaten – eine Seltenheit, wo doch gerade solche Elemente heute typischerweise aus dem Conveniece-Bereich kommen.

Eine Überraschung stellt der Flan vom grünen Spargel dar. Die Zutat, die zurzeit in allen gutbürgerlichen Restaurants in allen erdenklichen Variationen bekocht wird, entfaltet hier einmal mehr die geschmacklichen Stärken. In Kombination mit Mascarponecréme und Parmesan entstehen bei der Zubereitung im Ofen wundervoll aromatische Törtchen, die einem Soufflee ähneln.

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Das spektakuläre 'Dessert misto' war der letzte Streich der 'Küchenprinzessin'

Die Gänge zwei und drei („Spaghetti mit Scampi“ und „Gnocci mit Bärlauchpesto“) sind exzellente italienische Gerichte, wie man Sie sich besser nicht wünschen kann. Die Nudeln frisch und in der Garung klar, kombiniert mit perfekt abgeschmeckten Fonds. Für den Spaghetti-Fonds wurden beispielsweise immense Mengen Scampi über Stunden reduziert, um diese geschmackliche Intensität zu erreichen. Hier wird handwerklich auf hohem Niveau gearbeitet.

Das Ossobucco als Hauptgang wurde uns á la milanese, d.h. mit einem Safran-Risotto serviert und zeugte abermals von in diesem Segment hoher Qualität bei Garung und Zubereitung der Beilagen. Das Risotto war cremig und bißfest, wie es selten serviert wird. Auch der abschließende Dessertgang (Dessert Misto) mit seinen sechs Komponenten (Créme brulée, Cappucino-Parfait, Torrone-Parfait, Tiramisu, Panna Cotta und Mousse au Chocolat) versüßte uns den Abend und auch den Abgang in nicht erwarteter Weise.

Die Weinbegleitung von Sereno Passerini war vom Amuse bouche (ein wunderbarer Spumante) bis hin zum großen Ausklang (ein beigeisternder Sfursat 5 Stelle von Nino Negri aus seiner Heimat) gekonnt abgestimmt.

Das Beste aus der Lombardei, anstatt das Meiste vom Mittelmaß: Im „Il Cavatappi“ gibt es beeindruckende italienische Produkt- und Leistungsqualität zu einem exzellenten Preis / Genuss-Verhältnis. Fantastisch!




Quelle: JOURNAL Frankfurt:

Mit Seele

Was machen hungrige Musiker, die beim Musizieren in ihrem Tonstudio Zeit und Raum vergessen haben und nachts gegen 23 Uhr entsetzt bemerken, dass ihre Mägen fürchterlich knurren? Wir haben Glück:

Nahebei gibt es das Cavatappi. Betrieben wird das sympathische Restaurant von dem Lombarden Sereno Passerini und seiner Frau Esther. Die beiden empfangen uns auch noch zu weit fortgeschrittener Stunde in gewohnter Freundlichkeit und bereiten uns unsere heiß geliebten Spaghetti mit Scampi und Rucola (10,50 €) zu. Dazu trinken wir einen der wunderbaren (fair kalkulierten) Rotweine (0,2 l für 4,50 €), die das Ehepaar direkt von italienischen Winzern bezieht - das ausgezeichnete Essen hat uns schon oft zu manchem musikalischen Höhenflug stimuliert. Gehen wir einmal tagsüber oder am frühen Abend (mit Muße statt Muse) zum Essen, sind unsere Favoriten Brasato (17,90 €), ein Rinderbraten, der Ober mehrere Stunden in Fassella-Rotwein geschmort worden ist, oder Polenta Taragna (7,50 €), die in Ihrer Einfachheit geschmacklich absolut bestechend ist. Man merkt jedes Mal, dass die Zutaten ganz frisch sind und dass selbst der Fond für die Scampi selbst kreiert wurde und nicht aus Dosenkram besteht. Die Tageskarte überrascht immer mit originellen Ideen von Esther Passerini, die als Chefin in der Küche agiert: Die umtriebige Esther reist regelmäßig nach Mailand, um bei dem Spitzenkoch Claudio Sadler Kochseminare zu belegen, zudem tauscht sie sich regelmäßig mit Carmelo Greco von der Osteria Enoteca in Frankfurt aus. Auch der Grappa nach dem Essen ist nicht zu verachten - und für eingefleischte Hessen gibt es sogar Apfelwein! Ein italienisches Spitzenrestaurant mit mehr als nur freundlicher Bedienung, persönlichem kulinarischem Profil und einem Preis-Leistungs-Veitialtnis, das glücklich macht-was will man mehr?

Bettina Mischte * Rhein-Main exklusiv/ Italien exklusiv

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